Crazy. Wild. Thing.

 

Manche Äußerlichkeiten bestechen mit einer abenteuerlichen Geschichte. Hier ist die vom namibischen Schuh-King.

 von Sarah Kaesting

Von einem rauschähnlichem Zustand überrollt zu werden wenn man die vermeintlichen Treter seines Lebens vor sich sieht und vor Glückshormonen überzusprudeln, wenn dieselbigen dann in der Tüte landen, ist wohl eher ein frauentypisches Phänomen. Wahrscheinlich. Ob die Schuhe dabei durch ihre Farbe, ihre Form oder ihre Marke interessant werden und damit das Haben-Wollen-Gefühl freisetzen, ist unterschiedlich. Für mich werden Schuhe oftmals attraktiv, wenn sie in ihrer Herkunft besonders sind oder aber einzigartig in ihrer Produktion. Kein Wunder also, dass mich die Schuhe der kleinen, namibischen Manufaktur Schier Shoes beeindrucken.

Die Herbert Schier Werkstatt in der namibischen Küstenstadt Swakopmund ist besonders für seine Form der so genannten „Vellies“ bekannt, die den Vorreiter der heutigen Desert Boots darstellen. Inspiriert von der Urform, die bereits in den 1600er Jahren auftauchte und bis heute von nahezu jedem im Namibia getragen wird, fertigen acht Arbeiter jeden Tag um die 20 Paar Vellies von Hand. Neben dieser liebe- und traditionsvollen Produktionsweise bestechen die Schier Shoes ebenso durch ihr Material: Das Leder kommt ausschließlich von wilden Kudus und wird pflanzlich gefärbt; kleine Mängel oder Narben werden so zum Hingucker.

Kürzlich kooperierte der Schuhhersteller sogar mit Opening Ceremony und kreierte fabelhaft außergewöhnliche Versionen der klassischen Desert Boots. Neben Neon Spitzen und bunten Schnürsenkeln gibt es auch ein Modell mit Springbockfell. Das dazugehörige Lookbook, fotografiert von Jason Eric Hardwick, überzeugt außerdem mit mehr als schönen Bildern zwischen Tradition und Moderne.

Mehr Infos auf unserem befreundeten Blog KalinkaKalinka.

Fotos: Jason Eric Hardwick