Das Freitag-“Kompost”-Prinzip.

Die Brüder Daniel und Markus Freitag haben etwas besonderes aufgebaut. Aus Abfall fertigen sie seit Jahren erfolgreich Designer-Accessoires. Und zeigen, dass Kreislaufwirtschaft nicht nur Nische, sondern hochpreisiges Mainstream sein kann. Selbst das Gebäude, in dem Freitag in Zürich alte LKW-Planen zu Taschen verarbeitet, ist nach Kreislauf-Kriterien gebaut. Das Regenwasser vom Dach beispielsweise reinigt die Planen für die Fertigung.

antrobius: “Wo kommt dieses Kreislaufdenken eigentlich her?”

Markus Freitag: “Das geht zurück in unsere Kinderstube. Das ist zum einen der Komposthaufen hinterm Elternhaus, da haben wir zum ersten Mal gesehen: wenn man Küchenabfälle wegschüttet, dass dann die Zucchini viel größer und schöner und besser werden, wie wenn man sie nebenan pflanzt. Später waren wir mal mit der Familie in Indien; das war so der letzte große Familienurlaub, 5 Wochen. Und da haben wir gesehen, mit wie wenig Materialien man schöne Produkte herstellen kann. Das war ein inspirierender Moment. Der Fundus ist unerschöpflich, was man aus Abfall machen könnte”

aus: “Ulrich protestiert: Gib Müll eine Chance!”  am 10. Juni 2012 auf ZDFinfo. Bild: Mirko Schernickau