Deine Playlist zum Sonne aufdrehen und den Knospen beim Knospen zusehen.

 

Höchste Zeit, die ollen CD’s gleich mit dem Eiskratzer zusmamen aus dem Auto zu räumen, und die playlisten auf Sonne umzustellen. Dann natürlich kann man den Knospen beim Knospen nachhelfen, indem man sich den passenden Soundtrack auf die Ohren legt. Nichts groovt so schön, wie die Aussicht auf den Sommer. SANDRA HEINZELMANN hat Euch das passende Mixtape gemacht.

Von Sandra M. Heinzelmann

Nachdem wir laut Deutschem Wetterdienst den sonnenärmsten Winter seit 1951 überstanden haben, heben die endlich steigenden Temperaturen die Stimmung und öffnen Herz und Ohren für große Gefühle. Sicherlich kommt manchmal die kalte, dunkle Erinnerung wieder hoch, bis ein hoffentlich ordentlicher Sommer uns den letzten Frost aus den Knochen getrieben hat.

Eine Kassette für den Mai 2013 muss her, um den passenden Soundtrack für den Wechsel der Jahreszeiten zu haben und  – nicht zuletzt – Frühlingsgefühle zu feiern! Voila!

 

Seite A

1.      Born To Run – Frankie Goes To Hollywood: Ein verlockend heranpirschender Klassiker von Bruce Springsteen, welcher in FGTHs Version eine noch größere Sehnsucht und Sex ausstrahlt. Der Kickstart für die Gefühle!

2.      Love Is Lost  – David Bowie: Im März überraschte uns der Godfather aller androgynen Künstler mit dem neuen Werk „The Next Day“ und dieses schwermütige Lied mit sinisterem Gesang passt zu den Erinnerungen an den dunklen Winter.

3.      What Are You Not Telling Me? – Suede: Muss einfach nach Bowie folgen, eine wehmütig fragende Ballade aus Suedes aktuellem Album „Bloodsports“, das die emotionalen Sternstunden ihres 90er Klassikers „Dog Man Star“ wieder auferstehen lässt. Sehnsucht pur.

4.      Come Home – IAMX: Wundervolle Retro-Wave-Drums übergossen mit süßen Melodien, schmerzenden Worten und einem positiven Ausblick. Chris Corners Musik fasziniert und verzaubert, er liefert Popmusik mit Dornen von feinsten Rosen.

5.      Don’t Lose Your Way (Radio Edit) – Krister Linder: Diese intensive Stimme verleiht dem Text eine Spur von Hoffnung, das musikalische Arrangement lehnt sich zurück und lädt zum Träumen ein.

6.      Up! – M83: Klingt nach Sommer mit merkwürdig unschuldigen Vocals, die über Raketen singen. Dem Assoziationstrieb sei freien Lauf gelassen.

7.      Helen Of Troy – Telefon Tel Aviv: Die Kombination aus treibenden Beats und tragenden Klangflächen weckt die Erinnerung an eskapistische Autofahrten auf langen Straßen durch die sommerliche Abenddämmerung. Am besten Händchenhaltend.

8.      Moan (Trentemøller Remix) – Trentemøller: Dieses Gefühl, wenn man so derbe verknallt ist, dass man an nichts anderes denken kann, als diesen einen Menschen – dieses Lied fängt diese Stimmung in extrem tanzbarer Form sehr gut ein.

 

Seite B

1.      Freelove – Depeche Mode: Depeche Mode bringen mit diesem Song nicht nur die Aspekte der universellen und bedingungslosen Liebe auf den Punkt, sondern liefern durch zarte Melodien auch das passende Balsam für die gebeutelte Gefühlswelt.

2.      Let’s Go Out Tonight – The Blue Nile: Dieses  Lied fühlt sich an wie die sanfte Dämmerung nach einem heißen Tag. Paul Buchanan kombiniert in seinem Gesang Verlockung und Sehnsucht, als würde er in einer zaghaften Umarmung durch ein halbdunkles Zimmer tanzen.

3.      Step Into This Room And Dance For Me – Madrugada: Perfekt auf Understatement musizierte Sinnlichkeit. Sivert Høyems Stimme ist unschlagbar, wenn es auf sexy Wärme ankommt, das könnte ein ziemlich heißer Tanz werden.

4.      Forbidden Colours – David Sylvian: In Zusammenarbeit mit Riuichi Sakamoto schuf Sylvian ein wunderschönes Musikstück, das von bewegendem Gesang und verzaubernden Melodielinien bestimmt wird und hervorragend geeignet ist, einen Sonnenuntergang anzuschauen.

5.      I’m Kissing You  – Des’ree: Hochgradig romantisch mit einer guten Dosis Kitsch – nicht umsonst war dieses Werk das Liebesthema in Baz Luhrmanns „Romeo + Juliet“. Einmal slow dance mit Knutschen, bitte sehr.

6.      Persian Love Song (Live Remastered) – Dead Can Dance: Orientalisch verzaubernde Gesangsmelodie trifft auf die wärmste und emotionalste Frauenstimme der Gegenwart: Lisa Gerrard bringt Gletscher zum Schmelzen.

 

Hier gibt’s Sandras Tape zum Nachhören. Enjoy!

_smh / Sandra M. Heinzelmann legt Kassetten auf – und nicht nur das. Sie lebt für die Musik. Und schreibt darüber immer mal wieder auf ANTROBIUS. Wenn Du ihren sound nicht missen möchtest, folge ANTROBIUS auf Twitter. Dann bleibst Du auf dem Laufenden.

 

http://open.spotify.com/user/1123806482/playlist/57Da9Vu0Czc9ZEnfNUc2SZ

 

Foto: ANTROBIUS