„Der Planer nutzt nix – Hirn ist wichtig!“ Wie wir auf neue Gedanken kommen.

 

“Dann denk ich mal was anderes” gehört zu den wunderbarsten Liedzeilen der jüngeren Vergangenheit. Richtig, Paula. Immer wieder gern im Radio zu hören. Immer mal wieder was anderes zu denken, kann sehr wertvoll sein. KERSTIN KÖHLER weist den Weg aus der eigenen geistigen Filterbubble.

Von Kerstin Köhler 

Als ich letztens in meinem Lieblingscafé saß, staunte ich laut denkend über meine eigene  Planung. Für einen „Meilenstein“ in diesem Jahr hatte ich mir vorab sehr viel Zeit eingeplant. Nur für danach habe ich die Aufgaben (zu) dicht gepackt. Darauf erntete ich sogleich den wertvollen Kommentar: siehe Überschrift.

Es gibt also viel zu tun. Und ja, Denken hilft. Mitunter brauchen wir aber auch Ideen, die ungewöhnlich sind. Daher hier ein konkretes Angebot, um kreative (Denk-)Prozesse an zu schubsen. Eine Methode, die jede/r für sich nutzen kann bzw. die auch für die Team-Arbeit denkbar ist. Edward de Bono nennt sie die Zufallsmethode oder Provokationsmethode.

Und so geht’s. Buch aufschlagen (DUDEN oder Roman) und auf ein Substantiv tippen bzw. tippen und das nächst folgende Substantiv nehmen. Nun fleißig alle Assoziationen sammeln, die uns zu diesem Begriff einfallen. Nach diesem (wertfreien) Sammeln der Assoziation kommt nun die eigentliche Frage- bzw. Problemstellung ins Spiel. Das Zufallswort bringt uns mittels Assoziation auf Ideen, die uns sonst verborgen geblieben wären. Es führt weg vom vertrauten Denken. Hilfreich mitunter.

Ein Zufallswort „Ampel“ und “Zigarette” führte zu der Idee, eine rote Markierung ca. 1,5 cm vom unteren Ende zu setzen. Als Signal: Hier ist der gefährlichste Teil erreicht – Zigarette wegwerfen.

Manchmal sind die Assoziationen naheliegend. Mitunter ist ein Wort sehr fern liegend. Aber wenn wir den Assoziationen folgen, finden sich neue Worte, die dann doch eine Verknüpfung zur Frage oder zum Problem herstellen. Hier gilt: Ausprobieren.

Eine meine liebsten Fragestellung: „Was hat der Igel mit der Klobürste zu tun?“ Ganz einfach, sie waren zufällig am selben Gespräch beteiligt. Nämlich als sich die Hotelbranche überlegte, wie sie den hohen Verbrauch an Toilettenbürsten reduzieren kann. Und dabei die Zufallsmethode nutzte.

Und noch eins: ‘Denken trainieren’ bedeutet, unseren Verstand zu verschönern und so -nach de Bono- ein faszinierender Gesprächspartner zu werden. Na dann los! Faszinieren wir uns.

 

„Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart. (Curt Goetz)

 

Kommunikation ist ihre Spezialität. Kerstin Köhler coacht diejenigen im Land, die das Sagen haben. Und ist davon überzeugt, dass die Welt ein kleines bisschen besser wäre, wenn der Ton zur Abwechslung auch die richtige Musik machte. Jeden zweiten Mittwoch auf ANTROBIUS.

 

 

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Foto: ANTROBIUS