Hallo Aufschieberitis! Ich kümmere mich morgen um Dich!

 

Bevor mit jemand ne Kugel in den Kopf schickt – fahr ich lieber in den Spreewald. Thema heute: Vorsicht: Veränderungen. Und ein Lob auf die Auszeit.

Von Kerstin Köhler

Die Überschrift verlangt Erklärung. Gibt nur eine: Mir ist gerade nix anderes eingefallen. Irgendwas vom Medienrummel kommt an. Die Frage ist aber: Wie wichtig ist das für mich? Und wie finde ich heraus, was wirklich wichtig ist? Zu Ich-bezogen? Ok, an die Leser denken.

Und, schon Vorsätze fürs neue Jahr über Bord geworfen? Oder tatsächlich Veränderungen in Angriff genommen? Gut. Ich für meinen Teil entdecke hin und wieder (sehr oft) Aufschieberitis bei anstehenden Arbeiten oder Veränderungen. Prinzipiell gilt dabei oft: Schon klar. Es hapert dann eben an der Umsetzung, weil so Nebenargumente hochgespült werden, die den klarten Weg dann doch wieder irgendwie nicht so klar erscheinen lassen, weil ja auch nix so klar ist, wahrscheinlich.

In solchen Zeiten wimmelt es ja auch nur so von Sinn-Sprüchen: „Wer will findet Wege. Wer nicht will findet Gründe.“ Ich habe mir dann auch einen Buch-Kalender „Veränderungen“ zugelegt. (Ja, das Prinzip Schriftlichkeit, es gilt gerade bei Veränderungen. Seien sie nun beruflich oder persönlicher Art.) Hier halte ich auch kleine Schritte fest. Ist später wie Tagebuch lesen – mitunter erstaunlich.

In dem Kalender steht dann sowas wie: „Innerhalb der Schöpfung strebt ein jeder nach Liebe. Doch dieses Streben sollte nicht auf einen einzigen Menschen gerichtet sein. Die Liebe ist überall auf der Welt und wartet darauf entdeckt zu werden. Wach auf, und erwache für die Liebe. Vergangenes soll nicht wiederkehren. Was kommt, muss erkannt werden.“ (P. Coelho) Nun versuche ich an mir zu arbeiten, die Liebe am und im Finanzamt zu entdecken. Ich bin da für Vorschläge offen… Ein weites Feld.

Und weil es so ist, habe ich ganz schnell meine „To-Do-Liste“ abgearbeitet. Denn ab jetzt gönne ich mir eine kurze Auszeit – quasi: Entschleunigung. Vermutlich der einzig wesentliche Tipp den es gibt, um Veränderungen umzusetzen. Hier gilt es nämlich innere Klarheit in Handeln zu verwandeln. Für die innerer Klarheit brauchen wir mitunter etwas länger – dabei hilft Achtsamkeit für sich selbst.

Und dann gilt: Alles nacheinander und nicht gleichzeitig. Multitasking ist eine Lüge.

Ach ja, falls der Zielsatz nicht klar wurde:

  1. Auszeiten erhöhen den Reifegrad von Entscheidungen.
  2. Auszeiten schaffen Klarheit darüber, was wirklich wichtig ist.
  3. Auszeiten sind Momente der Achtsamkeit und damit für einen Selbst. Und das ist gut so.

Schaffen Sie sich/Schafft Euch diese Momente. Ich bin auf dem Wege. (s.o.)

Den meisten Leuten sollte man in ihr Wappen schreiben: Wann eigentlich, wenn nicht jetzt?“ (
Kurt Tucholsky)

 

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Kommunikation ist ihre Spezialität. Kerstin Köhler coacht diejenigen im Land, die das Sagen haben. Und ist davon überzeugt, dass die Welt ein kleines bisschen besser wäre, wenn der Ton zur Abwechslung auch die richtige Musik machte. Jeden zweiten Mittwoch auf ANTROBIUS.

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