Hilfe, ich muss Weihnachten mit anderen reden! Wie smalltalk Dein Familienfest retten kann.

 

Da hat man also alles grad noch so erledigt, sich durch Bahnhöfe und Flughäfen geschlagen und kommt schließlich zuhause an. “Wie geht’s denn so?” fragt erwartungsvoll Tante Erna. Eigentlich gibt’s einen Haufen zu erzählen, das Jahr war crazy, doch stattdessen stehst Du schweigend da und denkst: Für die einen ist das hier grade Weihnachten – für die anderen Gesprächstraining.

Von Kerstin Köhler

Zum Weihnachts-Familien-Fest auf Antrobius ein paar Tipps für Gespräche und Wohlfühlinseln.

Bei vielen Treffen taucht die Frage auf: „Worüber reden?“

Und noch häufiger gilt bei einigen die Haltung „Wenn ich mit jemandem nur übers Wetter reden kann, muss ich mich auch gar nicht unterhalten.“

Nun, das würde die Welt ein wenig leiser machen – hilft aber nicht immer. Zum Beispiel, wenn es unsere (berufliche oder private)Rolle erfordert, Kontakte herzustellen. Oder wenn es gilt, inhaltliche Gespräche vorzubereiten.

Insofern sind die Feiertage eine Möglichkeit, eigenes Gesprächs-Handwerk zu üben und Schwiegermama oder Oma zu verblüffen. Zum Beispiel mit einem humorvollen Einstieg oder Fragen, die gezielt vom Lieblingsthema „Krankheiten & Co“ wegführen.

Der Einstieg in ein Gespräch (nicht nur bei der Schwiegermutter) gilt bei vielen als Schwierigkeit. Allerdings gibt es dafür ein Hilfsmittel: Situationsbezug.

Ein lieber Kollege hat momentan die Nummer 1 bei den Gesprächseinstiegen: „Eigentlich wollte ich in mein Zimmer – aber ich hab´s nicht gefunden.“ Sprachs und setzte sich zu uns an die Bar. Auch schön, als Überleitung (neues Thema oder Gehen) von einem anderen Kollegen: „Ich bin betrunkener, als es eigentlich spät ist.“

Also: Je näher an der Situation, desto besser. Die gilt auch für die Themen, die fürs lockere Gespräch geeignet sind. Erstens: Situation ansehen. Zweitens: Gesprächspartner unter die Lupe nehmen. Drittens: Thema auswählen – Was interessiert mein Gegenüber? Denn Wohlfühlinsel betrifft die andere Seite.

Die meisten reden gern über ihre Lieblingsthemen. Erkennbar an: Mehr Gesten, weite Augen, größere Umfang in der Stimme, mehr Ansprechhaltung. (Funktioniert nicht, wenn ich so tu als ob…)

Richtig gelungen ist ein Smalltalk (Kontaktgespräch), wenn sich alle Beteiligten in einer Wohlfühlinsel befinden.

Letztlich gilt für das richtige Thema, was Moritz Freiherr Knigge so treffend schreibt: „Wer das Wetter nicht ehrt – ist den Smalltalk nicht wert.“

Frohes Fest und einen fulminanten Start ins neue Jahr mit vielen Gesprächen auf Wohlfühlinseln.

„Im Zusammensein mit einem Mann von Rang und Würden gibt es drei Verstöße: Reden, ehe er dich angesprochen hat – das ist vorlaut; nicht reden, wenn er dich angesprochen hat – das ist verschlagen; reden, ohne dabei seine Miene zu beobachten – das ist blind.“
Konfuzius

 

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Foto: Familie Koch feiert Weihnachten