Nach dem Übergangsjahr: 2013 – das Jahr der Entscheidung!

 

Für den bundespolitischen Bundestrainer war 2012 ein Übergangsjahr. Analog zur Übergangsjacke, die zwar auch jeder hat, die man manchmal sogar braucht, die aber doch nie den Nimbus der Stiefmütterlichkeit ablegen kann.

Von Thorsten Faas

Ja, so war 2012. Warum?

• Letztmalig war der FC Bayern 2010 Deutscher Meister und natürlich wird er es auch 2013 wieder werden. Dazwischen: Übergangsjahre. Irgendeine Mannschaft aus dem Pott soll Meister geworden sein. Bottrop? Schalke? Dortmund? Wer erinnert sich schon noch daran… Ich jedenfalls nicht. Ich weiß nur, dass der eine Typ von denen jetzt ständig im Fernsehen ist (für Opel) und sich dabei rasiert.

• Letztmalig gewann die deutsche Fußballnationalmannschaft 1996 einen großen Titel. So sagt es zumindest das kollektive Gedächtnis – die unzähligen zwischenzeitlichen Titelgewinne der Frauen-Nationalmannschaft bleiben da offenkundig außen vor. Wo bleibt hier die Quote? Frau Schröder, bitte übernehmen sie. Aber das ist ein anderes Thema.

2012 klares Übergangsjahr, irgendwas war mit Italien, Spanien. Ich weiß es nicht mehr. Der Weg zum Titelgewinn 2014 in Brasilien wird kein leichter sein, das ist klar. Vielleicht sogar steinig und schwer. Aber gestern hat ja auch Stefan Raab mal wieder verloren. Dann sollte doch auch Spanien zu packen sein. Xavier Naidoo hat übrigens wieder nicht bei „The Voice of Germany“ gewonnen. Man nennt ihn schon VizeNaidoo.

• Wahltechnisch gesprochen war 2012 das Übergangsjahr schlechthin. Regulär hätte auf Bundesebene nix, aber auch gar nix stattfinden sollen. Mehr Übergangsjahr geht nicht. OK, irgendwas war dann doch noch: Vorgezogene Bundespräsidentenwahl (was mit Wulff). Vorgezogene Wahl in Nordrhein-Westfalen (was mit Röttgen). Vorgezogene Wahl im jamaikanischen Saarland (immerhin Sieg im 100-Meter-Lauf!). Und vorgezogene Wahl in Schleswig-Holstein („Dänen-Ampel“?). Und noch was in Stuttgart irgendwie. Sonst aber nix. (OK, Obama wurde noch wiedergewählt.)

2013 dagegen wird gut. Das hat sich Ende 2012 schon abgezeichnet. Der Papst: Twittert. Steinbrück: Twittert. Merkel: Lässt twittern. 2013 leuchtet als heller Stern am Himmel: Niedersachsen, Bayern, Hessen, Bund – Wahlen über Wahlen. Spannend noch dazu. Sogar zumeist mit gültigem Wahlrecht. Verrückt! Bayern Meister. Champions-League-Sieger. Weniger spannend. Aber umso besser. Wenn nur das mit Till nicht wäre. Aber Tatort ist hier nicht mein Thema. Merry X-Mas everyone!

Dr. Thorsten Faas twittert als @thorstenfaas über seine Spezialgebiete Wahlen, Wahlkämpfe und Wahlstudien, mit Einsprengseln aus Fußball und Society. Auf ANTROBIUS untersucht er meist montags Machtfragen aus der Perspektive des bundespolitischen Bundestrainers und schreibt im Wechsel mit Dr. Bieber.

 

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Foto: Dennis Skley