Ohne alles, aber mit Stil (Für alle, die grade mehr an warme Sachen denken)

 

Das im oberfränkischen beheimatete Modellabel bleed organic clothing verzichtet in seiner Kollektion auf chemische Zusätze, tierische Produkte und konventionell produzierte Baumwolle. Was bleibt ist stilvolle Mode für den Bergfreund im Flachland.

Von Alf-Tobias Zahn

Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit im modisch-kreativen Prozess miteinander verbinden – diesen Ansatz verfolgt bleed organic clothing bereits seit 2008 und wurde dafür mit dem Umweltpreis des Bund Naturschutz und einer Nominierung für den German Design Award 2013 belohtn. “Stil trifft ökologisches Bewusstsein” funktioniert offensichtlich – gut zu erkennen an der aktuellen Herbst/Winter 2013 Kollektion. Größter Unterschied zu den vorangegangenen Kollektionen: Ein deutliches Plus an Womeswear und ein größerer Materialmix, selbst in der Sparte für Funktionskleidung. Eingesetzt werden ausschließlich biologisch und giftfrei angebaute Baumwolle sowie funktionelle Natur- und Recyclingfasern wie TENCEL®, Hanf, Kapok oder recyceltes Polyester. Obligatorisch bei bleed organic clothing: GOTS-Zertifizierung, faire Bezahlung der Arbeiterinnen und Arbeiter sowie die lokale Produktion in Europa am neuen Standort in Polen anstelle der Überseeproduktion in Indien.

In der Grizzy Collection zeigt das Modelabel bodenständige und lässige Streetwear im Mix mit anspruchsvollen Materialien, darunter ein  recyceltes Fischgrat mit Sympatex-Membran und ein flauschig weiches Bio-Flanell, welches sich superweich anfühlt und mich bei meiner Lieblingskombination sofort überzeugte. Das Highlight der Kollektion: TENCEL® trifft auf Biobaumwolle in funktionellen T-Shirts und Longsleeves, die in verschiedenen Farbvarianten und Schnitten vorhanden sind. Abgerundet wird die stilvolle Kollektion für den Lumberjack im Manne mit dem neuen “toxic-free”-Emblem aus Kork in der linken unteren Ecke.

Über die Mode hinaus setzt sich das Label in der eigenen Initiative “bleed for nature” aktiv für die Verbesserung der momentanen sozialen und ökologischen Bedingungen weltweit ein. Vorbildlich. Da ist die Kooperation mit der Tierschutzorganisation PETA nur ein weiterer Mosaikstein im doch ziemlich überzeugenden, nachhaltigen Auftreten des Labels.

“Gott, sieht das gut aus”, dachte sich Alf-Tobias bei seinem Besuch des finalen Kollektionsshootings Ende Januar in Berlin. Für alle heißt es allerdings, sich in Geduld zu üben: die Herbst/Winter 2013 Kollektion ist erst ab September 2013 im ausgesuchten Fachhandel zu erwerben. Bis dahin empfiehlt die Antrobius-Redaktion einen Blick auf Alfs neues “Grüne Männermode” Outfit für Kalinka.Kalinka.