Kaum zu glauben, aber: Strand in Sichtweite!!! Sonntagsgrüße aus Rio :)

Es ist Sonntag – und damit Zeit für ein Stück Weltreise. Travelmitz reist gerade von Rio nach Sao Paulo. Auf dem Weg trinkt er eine Kokosnuss und wird Zeuge eines Schusses.

2. Folge: London – Rio de Janairo – Sao Paulo

Von Travelmitz

Erste gesammelte Weisheit: Wer glaubt, Rio de Janeiro bestehe nur aus Karneval und Kriminellen, der irrt sich. Hier das echte Leben.

Am nächsten Morgen wollte ich vor der Busfahrt noch ein bisschen durch Rio spazieren. Am besten zum Strand, einfach nur raus aus dem Hotel und dann gerade aus. Stadtpläne können sehr hilfreich sein. Wenn man sie richtig liest.

30 Minuten später war ich wieder am Hotel. Ich hatte keinen Strand gesehen, dafür aber das Sambadrom, wo an Karneval die 8.000.000 Teilnehmer an den 8.000.000.000 Zuschauern vorbeiziehen.

So, Stadtplan drehen und ab in die Gegenrichtung. Geht doch. Strand in Sichtweite. Doch dann plötzlich ein Schuss. Ich zuckte in der ersten Sekunde zusammen und zückte in der zweiten meine Kamera. Vielleicht ließen sich ja Opferbilder an lokale Zeitungen verkaufen?

Ich habe nichts verdient an diesem Vormittag. Es war nämlich kein kaltblütiger Mord auf offener Straße, sondern zum Glück nur der Startschuss für eine Art Marathon. Massenweise kamen mir die Teilnehmer entgegen, die einen gut gelaunt, andere eher verbissen.

Gut vier Stunden Busfahrt, dann waren wir also in Piraty, einer alten kleinen Stadt zwischen Rio und Sao Paulo. Die kleinen Gassen der Altstadt sind mit großen Steinen ausgelegt, die für Stöckelschuh- und Flip-Flop-Träger eine sehr große Gefahr darstellen. Bisher ist das aber die einzige Tourifalle, die ich hier bemerkt habe. Nette Leute, nette Restaurants, nettes Hostel… nix zu meckern.

 

Foto: Travlmitz